Read e-book online Die Enkelgeneration im ambulanten Pflegesetting bei Demenz PDF

By H. Elisabeth Philipp-Metzen

ISBN-10: 3531161180

ISBN-13: 9783531161181

Die familiale Versorgung eines demenziell erkrankten Menschen ist eine Aufgabe mit hohem Anforderungspotenzial. Bislang wurden Forschungs- und Interventionsschwerpunkte hierzu auf die hauptverantwortlichen Familienmitglieder der älteren und mittleren iteration gelegt. H. Elisabeth Philipp-Metzen richtet das Augenmerk daher auf die dritte, die Enkelgeneration. Fallanalysen von fünfzehn heute erwachsenen Enkelkindern beschreiben sowohl die Unterstützungsressourcen als auch die Belastungsphänomene im Kontext von Sorgeleistungen für demenzkranke Großeltern. Die Befunde verdeutlichen einerseits die Potenziale familialer Solidarität, andererseits aber auch die Notwendigkeit von Interventionen zur Belastungsminderung, welche die Autorin auf der foundation von Leitlinien für generationengerechte häusliche Pflegearrangements herleitet. Dieses Buch ist ein Plädoyer für eine generationenfreundlichere Gestaltung von Angehörigenpflege bei einer Demenzerkrankung, denn ohne flankierende Maßnahmen ist der Einbezug von Enkelkindern gesellschaftskritisch zu hinterfragen.

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Die familiale Versorgung eines demenziell erkrankten Menschen ist eine Aufgabe mit hohem Anforderungspotenzial. Bislang wurden Forschungs- und Interventionsschwerpunkte hierzu auf die hauptverantwortlichen Familienmitglieder der älteren und mittleren iteration gelegt. H. Elisabeth Philipp-Metzen richtet das Augenmerk daher auf die dritte, die Enkelgeneration.

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Altenbericht entsteht bei älteren Migrantinnen und Migranten erst allmählich in größerem Maße eine Problematik der Pflegebedürftigkeit, was sich für die in den 1960er-Jahren zugewanderte Generation in etwa fünf bis zehn Jahren auswirken wird. Aufgrund der bei älteren Menschen mit Migrationshintergrund oftmals vorliegenden Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache haben hier die nachfolgenden Generationen eine Schlüsselstellung inne, z. B. bei der Antragstellung für öffentliche Hilfen und professionelle Unterstützungsangebote.

Zeigen die Befunde, dass im Bereich der nicht-kognitiven Symptome Enthemmung, Agitiertheit und Aggression für die Angehörigen am meisten belastend sind. Als am wenigsten belastend wurden ein Wechsel der Essgewohnheiten sowie euphorische Stimmungen angegeben. (vgl. Schäufele et al. 2005, 109). , 111). Symptome wie Verfolgungswahn oder Halluzinationen können konfliktgenerierend wirken, da oftmals die Betreuungspersonen bzw. Angehörigen verdächtigt werden, z. B. Gegenstände eigenmächtig entfernt zu haben.

Aufgrund der bei älteren Menschen mit Migrationshintergrund oftmals vorliegenden Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache haben hier die nachfolgenden Generationen eine Schlüsselstellung inne, z. B. bei der Antragstellung für öffentliche Hilfen und professionelle Unterstützungsangebote. Tendenziell wird in zugewanderten Familien für die Leistung ‚Pflegegeld’ optiert, da hierbei pflegekulturellen Bedürfnissen am meisten Rechnung getragen werden kann. Allerdings wird ein steigender Bedarf an interkulturellen Kompetenzen bei professionellen Pflegediensten, insbesondere im Hinblick auf die Gruppe der Zugewanderten mit türkischem Hintergrund, prognostiziert (vgl.

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Die Enkelgeneration im ambulanten Pflegesetting bei Demenz by H. Elisabeth Philipp-Metzen


by Robert
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